Archiv für Januar 2010

Wellness und was es damit auf sich hat

Der Begriff „Wellness“ und die verschiedensten Ausprägungen davon, wie beispielsweise Wellnessurlaub in einem Wellnesshotel , Wellnessmineralwasser, Wellnessmassage, etc. sind in den heutigen Industrieländer – sprich den Erste-Welt-Ländern – allgegenwärtig. Doch was hat es mit diesem Begriff eigentlich auf sich, wo entstand er und vor allem wann wurde er das erste Mal gebraucht?

Kaum zu glauben, aber der Begriff „Wellness“ tauchte bereits Mitte des 17. Jahrhunderts – zwar in einer etwas anderen Form, aber dennoch – in einem Buch auf und wurde bereits zu dieser Zeit in einem Englisch-Wörterbuch auf Deutsch übersetzt in „gute Gesundheit“. Auch heute noch passt diese Übersetzung für den Begriff ausgezeichnet, denn verbringt man beispielsweise ein, zwei Wochen in einem Wellnesshotel , so geht es um die eigene „gute Gesundheit“, die gefördert werden soll. In den 50er Jahren wurde der Begriff allerdings erstmals von einem Sozialmediziner wirklich definiert und abgeleitet. Demnach leitet sich „Wellness“ entweder von den Wortkombinationen „Well-being“ und „Fitness“ oder auch „Well-being“ und „Happiness“ ab. Beides passt sehr gut, denn auf einem Wellnessurlaub soll man sich natürlich vor allem wohl fühlen und Spass haben. Wohl fühlen kann man sich jedoch nur, wenn man gesund und fit ist.

Natürlich ist der Begriff auch zu einem beliebten Schlagwort für die Werbung geworden. Wellnesshotels bezeichnen sich als solche und werben damit, wenn sie über verschiedene Angebote und Leistungen verfügen, die das Wohlbefinden der Gäste steigern sollen. Häufig sind diese Leistungen jedoch solche, wo der Gast eher passiv daran teilnimmt, sprich man verbringt bei einem Wellnessurlaub beispielsweise den Nachmittag in der Saunalandschaft oder genießt eine Massage. Natürlich spricht gegen solche Leistungen nichts, da sie tatsächlich in vielen Fällen das Wohlbefinden steigern können. Das Ziel des Lebensstilkonzeptes Wellness ist aber eigentlich, dass die Menschen aktiv etwas für ihr Wohlbefinden – beispielsweise in Form von regelmäßigen Übungen, autogenem Training, bewusst gesunder Ernährung, etc. – tun. Somit sollten auch die vielen Wellnesshotels unseres Landes danach trachten, ihre Gäste auf die aktive Schiene zu bringen, damit diese noch viel länger einen Nutzen aus einem Wellnessurlaub ziehen können.

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