Archiv für die Kategorie „Lustiges zum Thema Kuren“

Lustige Tipps zum Thema Abnehmen

Wer abnehmen möchte, muss meist durch einen harten langen Kampf. Hier gibt es einige Tipps, die aber nicht zu ernst genommen werden sollten. ;)

Abnehmen

Kurhotel mit Peitsche und Hammerhai

hai1800Seit sechs Jahren nicht mehr im Urlaub gewesen, zur Kur noch nie, stattdessen immer nur Arbeit, sowohl innerhalb als auch ausserhalb der Familie, kaum Freizeit – jetzt sind die Durchhaltekräfte am Ende. Ein Kurzurlaub oder ein Wellness-Wochenende ist jetzt nicht mehr genug, ich muss richtig ausspannen und neue Kräfte tanken. Kururlaub, sagt die beste Freundin, genau das Richtige für diesen Zweck, Kururlaub wird von den meisten Krankenkassen bezuschusst. Zuschuss ist schon mal gut, ich bin nämlich nicht gerade auf Rosen gebettet. Und wohin soll es gehen? Auch da weiss die beste Freundin Rat: nach Polen natürlich! Ein Aufenthalt in einem Kurhotel an der polnischen Ostseeküste kostet nämlich mindestens ein Drittel weniger als in vergleichbaren Kurhotels in Deutschland, und der Standard der Kurorte in Polen ist längst an europäische Verhältnisse angepasst. Ausserdem: in Polen kann man noch ungeniert raus aus dem Hotel und rein ins Meer, man muss nicht erst, wie überall in Deutschland, sein Strandgepäck über Bretterstege an Stacheldrahtzäunen entlang einen Kilometer weit schleppen…

Im Internet kann man sich ja zum Glück ausgiebigst informieren, was einen erwarten wird. Ausstattung und Lage des Hotels, Kurschwerpunkte, mögliche Anwendungen, usw..

Welche Anwendungen könnte ich denn brauchen? Magnetotherapie oder Iontophorese? Solluxlampe oder Vierkammerbad? Türkisches Bad oder schottische Peitsche? Moment, schottische Peitsche? Wie weit geht denn der Wellnessgedanke? Ich sehe vor meinem geistigen Auge einen weiblichen, bekittelten Drill-Instructor mit rollendem ‘R’ eine verschüchterte Kuren Gruppe antreiben… ABM für ehemalige Kugelstoßtrainerinnen?

Aber nein, ganz falsch, weiß die beste aller Freundinnen zu berichten, das Personal ist hochqualifiziert, meistens deutschsprachig und sehr serviceorientiert. Und die schottische Peitsche ist eine Kuranwendung, bei der mittels Wasserdruck aus etwa vier Metern Entfernung ein Kalt- und ein Warmwasserstrahl auf dem Körper des Patienten auf und ab gelenkt werden. Das steigert den Blutdruck, regt den Stoffwechsel an, lockert Muskeln und strafft die Haut. Ach so! Und warum heisst das dann so? Weil die schottische Peitsche, im Gegensatz zu anderen Peitschen, nur zwei Striemen hat. Würde also mit neun Wasserstrahlen auf meinen Alabasterkörper gezielt, hieße diese Anwendung wahrscheinlich „neunschwänzigen Katze“. Wieder was dazu gelernt. Am besten lasse ich mich vor Ort beraten, was mir wirklich gut tun würde, dann ziehe ich auch nicht vorschnell falsche Schlüsse. Ich lese nämlich gerade etwas von „Perlabad“, und „Perla“ ist doch ein Hammerhai in der Fernsehserie „Spongebob“…

<!–22602465–>

Kurenwelt oder Hurenwelt, auf der Suche nach einem Kururlaub Angebot

Kururlaub Ostsee Polen

Wer sich regelmäßig mit Google durch das Internet sucht, wird dieses Problem kennen. Immer wieder kommt es vor, dass Deutschlands bekannteste Suchmaschine mich mit den Worten „Meinten Sie: …“ darauf hinweist, dass ich scheinbar zu blöd war, das Suchwort richtig einzutippen. Okay, danke für den Hinweis, JA – ich wollte tatsächlich etwas anderes suchen.

Nicht so bei meiner Suche nach dem Reiseanbieter Kurenwelt. Kaum im Suchfeld eingetippt und abgeschickt (natürlich hab ich vorher auch überprüft, ob es richtig geschrieben ist), schickt Google auch schon seinen Korrekturvorschlag. Meinten Sie: Hurenwelt?! Huch, nee, öh, eigentlich nicht. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem seriösen Reiseanbieter für einen Kururlaub und nicht im gleichgeschlechtlichen Sexrausch. Schnell einen hektischen Blick über die Schulter, ob nicht mein bereits lesender Enkel Interesse an meiner Internetrecherche hegt. Die Luft war zum Glück rein und so hab ich nach meinem ersten Schrecken doch noch die gewünschte Homepage gefunden.

Trotzdem lässt mich dieses Erlebnis tagelang nicht los und ich beginne über die semantische Ähnlichkeit von Huren und Kuren zu sinnieren. Ist mir etwas Offensichtliches entgangen? Ist der Gesundheitsurlaub, den der Arzt empfiehlt und die Krankenkasse im Idealfall finanziert in Wirklichkeit ein von Beate Uhse initiiertes Programm, mit dem sexbedürftigen Männern fernab der Heimat ein Ausgleich geschaffen werden soll. Ach nee, ein weltweit (manipulierendes) bekanntes Unternehmen wie Google würde garantiert nicht auf so einen verkappten Emanzenzug aufspringen und solch abstruse Analogien herstellen.

Also die nächste Theorie herbeigezaubert und spontan in die Historie von Kuren eingetaucht. Ich habe mich bis zu den Wurzeln der Heilkunde zurückgetastet und erfahren, dass die alten Griechen die Väter der Kur (Hippokrates lässt grüßen) waren. Ha, da haben wir doch den Übeltäter! Ich sag nur Dionysus – Gott des Weines, der Freude, Fruchtbarkeit und Ekstase! Alkohol und Sex, damals wie heute und der Kurschatten ist ja schon lange kein Mythos mehr.

Nun gut, irgendwie fand ich diese Erklärung selbst an den Haaren herbeigezogen. Nach und nach hab ich mich mit meiner persönlichen Ersatzlogik zufrieden gegeben, dass sich einfach jemand bei Google einen Spaß erlaubt hat. Vielleicht war es aber auch eine Marketingstrategie, mit der wir lebenslustigen Mitfünfziger ins Rotlichtgewerbe gelockt werden sollten. Wer weiß das schon?

Wie auch immer, Google hat den „Fehler“ verbessert, denn wenn ich heute Kurenwelt suche, bekomme ich nur die harmlose Alternative „Meinten Sie: Tourenwelt“…